160–180 n. Chr.
Eine pars urbana von zweihundert Metern
Die Villa von Orbe-Boscéaz ist kein Bauernhof. Sie ist ein ländlicher Palast: über zweihundert Meter Fassade, Lusthöfe, Privatthermen, ein Mithräum. Neun von hundert Sälen sind mit Mosaiken gepflastert.
Man ist in der Civitas der Helvetier, auf einem fruchtbaren Plateau, in Reichweite der Straße nach Aventicum. Der Herr des Gutes hat die Mittel eines Senators — oder eines Vornehmen, der ihm nahekommt.
Die alamannischen Einfälle machen dem Bau den Garaus. Die Mauern werden Steinbruch. Die Böden, zu schwer zum Forttragen, bleiben.

