Mini-Museum · Orbe

Zweitausend Jahre unter den Füßen

Neun römische Mosaiken, noch an ihrem Platz, unter fünf zeitgenössischen Pavillons.

Boscéaz

Hier spricht der Boden noch. Die Tesserae haben die Villa nicht verlassen: man durchquert sie wie einen Raum, zwei Jahrhunderte nach Christus.

Das Gut

Eine palastartige Villa, sechzehn Hektar Land, Böden unter den bemerkenswertesten des Reiches.

170

n. Chr., Höhepunkt der Villa

9

erhaltene Mosaiken

16 ha

ländliches Gut

200 m

Wohnfassade

Urba

Eine Palastvilla in der Ebene

Um 160–180 erhebt sich in Boscéaz, zwei Kilometer von Orbe, eine gewaltige Villa rustica. Lusthöfe, Privatthermen, ein Mithräum und Säle, gepflastert wie ein Palast.

Bei den alamannischen Einfällen zerstört, dient das Gut im Mittelalter als Steinbruch. Die Mosaiken bleiben. Ab 1841 werden sie wiederentdeckt.

Heute schützen fünf Pavillons sie in situ. Man hat sie nicht ins Museum getragen: man hat das Museum um sie gebaut.

Die Böden

Drei Eingänge

Götter der Woche, kretisches Labyrinth, Meereszug: drei Böden, sofort zu öffnen.

Ein Freilichtmuseum unter Holzdächern

Man besichtigt keine Vitrinen. Man betritt die Säle einer Villa.

In situ

Die Mosaiken wurden nicht abgenommen. Sie liegen noch auf dem Boden der pars urbana, unter Pavillons, die sie vor Regen und Frost schützen.

Zweitausend Jahre Erzählung

Neolithikum, Bronzezeit, jüngere Eisenzeit, gallorömische Villa, mittelalterlicher Steinbruch, Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert. Der Ort hat nie wirklich geschlafen.

Lebendige Erhaltung

Das neunte Mosaik, Achilleus auf Skyros, 1993 entdeckt, wird noch restauriert. Das Museum zeigt auch diese Arbeit.

Die Ebene öffnet von Mai bis Oktober

Fünf Pavillons, ein Modell, Museumstille. Rechnen Sie zwei Stunden. Die Mosaiken warten nicht: sie sind schon da.